Agilität – Erneuter Hype durch Corona-Pandemie?

5. Februar 2021

Wer in der Software-Entwicklung arbeitet, kommt um dieses Schlagwort eigentlich nicht mehr herum. Doch auch in anderem Kontext fällt es immer wieder. Wer damit in Berührung kommt, stellt sich oft die Frage: „Was ist eigentlich Agilität?“

Eigentlich ist Agilität aber nicht die Frage, sondern die Antwort auf eine Welt, die sich immer schneller verändert.

Gerade das Jahr 2020 hat gezeigt, wie schnell Dinge, die vorher teils als unveränderlich galten, sich doch verändern können. Unmögliches wurde möglich und Mögliches wurde unmöglich. Aufgrund der Corona-Pandemie leben wir nicht nur privat sondern auch beruflich in einem höchst volatilen Umfeld und müssen stetig auf sich verändernde Rahmenbedingungen reagieren.

Wie sollen wir mit solchen Veränderungen umgehen? Gerade in der Arbeitswelt? Wie stellen wir weiter Produkte her, die für unsere Kunden interessant sind, wenn wir noch gar nicht wissen, wie die Welt von morgen aussieht? Wie bereits erwähnt, kann eine agile Arbeitsweise hier eine Lösung sein.

Genau dieser Hype um die Agilität, der in den letzten Jahren wieder etwas abgeflacht war, könnte und dürfte durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie wieder deutlich aufleben. Es ist davon auszugehen, dass viele Unternehmen im Laufe der Pandemie gemerkt haben, dass ihre Prozesse zu starr und unflexibel sind. Dadurch fiel es vielen Unternehmen schwer zügig die nötigen Anpassungen auszuführen.

Agilität beschreibt die Fähigkeit, auf komplexe Herausforderungen wendig, oder eben agil zu reagieren. Klassische Projektmanagementmethoden gehen davon aus, dass die Zukunft planbar ist. Jeder Schritt des Projektes wird geplant und erst nach Abschluss des entsprechenden Schrittes wird zum nächsten übergegangen. Wie auf der Grafik zu sehen, fließt ein Schritt in den nächsten über, wie in einem Wasserfall.  Die Entwicklung geht also linear voran. Diese Methode eignet sich besonders in einfachen und planbaren Umgebungen, wo bereits vor Projektbeginn detaillierte Ziele gesteckt werden können.

Heute gibt es aber Geschäftszweige, die so komplex geworden sind, weswegen sie sich nicht mehr mit klassischen Modellen managen lassen. Daher entscheiden sich immer mehr Unternehmen für die Arbeit mit agilen Methoden.

“Agility is the skill to develop customer value from customer needs flexibly, creatively and quickly, while controlling risks in complex environments.” (Johannes Geske- Scrum.org What Agility Really is About | Scrum.org)

Konkret heißt das also, Agilität ist die Fähigkeit, flexibel, kreativ und schnell Produkte für Kunden zu entwickeln, aber gleichzeitig die Risiken im komplexen Umfeld im Auge zu behalten.  Ein Unternehmen, das agil ist, ist also höchst anpassungsfähig und reagiert kurzfristig und kreativ auf Veränderungen, bestenfalls noch vor der Konkurrenz. Agilität kann in verschiedensten Feldern Anwendung finden. Von der agilen Produktion über die agile Software-Entwicklung ist die Agilität über die Jahre hinweg auch in Organisationen übergeschwappt und hat die Arbeitswelt grundlegend verändert. Sie setzen dabei auf unterschiedliche agile Frameworks (Rahmenwerke), wie zum Beispiel Scrum oder Kanban. Der Fokus liegt hier darauf, möglichst flexibel und schnell Werte für den Kunden zu schaffen.

Im Gegensatz zum Wasserfall-Modell wird im agilen Projektmanagement inkrementell und iterativ vorgegangen. Das heißt, statt das ganze Projekt zu planen, werden immer nur einzelne Schritte, sogenannte Sprints geplant. Innerhalb eines Sprints werden bestimmte Themen bearbeitet, fertig gestellt, getestet und ggfs. an den Kunden übergeben. Nach dem Sprint geht es mit dem nächsten Themenbereich weiter. Dadurch kann auf Veränderungen in den Anforderungen früh reagiert werden.

Vom Begriff Sprint sollte man sich jedoch nicht in die Irre führen lassen, ein bezeichnender Faktor der Agilität ist, das in gleichbleibendem Tempo gearbeitet wird.

Mit der Verwendung von agilen Frameworks reagieren Unternehmen auf immer komplexer werdende Arbeitsumfelder. Sie bieten mehr Flexibilität als die Arbeit mit der Wasserfall Methode, besonders bei unvorhersehbaren Herausforderungen.

Unternehmen können Agilität lernen und sich damit auf die neuen Herausforderungen einstellen. Eine Transformation weg vom klassischen, starren hin zum flexiblen, agilen Arbeitsumfeld ist komplex und erfordert die Akzeptanz von Führungskräften als auch Mitarbeitern. Wird die Transformation allerdings richtig durchgeführt, das sogenannte „Agile-Mindset“ unternehmensweit geschaffen, wird das Unternehmen schnell und flexibel auf Veränderungen und Herausforderungen reagieren können.

Wie kann die Greenlight Consulting GmbH ihr Unternehmen unterstützen?

Wir sind für Sie und ihr Unternehmen da, in allen Phasen der Implementierung und/oder Umstellung auf agile Projektmanagementmethoden und darüber hinaus.

Wir verfügen über langjährige Erfahrung in agilem, klassischem und hybriden Projektmanagement und helfen Ihnen, die richtige Lösung zu entwickeln, die zu Ihnen passt.

Weitere Informationen hierzu auf: Projektmanagement Methodik

In zukünftigen Beiträgen möchten wir mit Ihnen verschiedene Methoden, Frameworks, Neuigkeiten und Insider Tipps teilen, die mit dem agilen Arbeitsumfeld zusammenhängen.

Greenlight Consulting Frank Zappe
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